Schnittholz

Schnittholz traditionell – was soll das nun wieder?

Nach nunmehr 6 Jahren als kleines Sägewerk sind uns einige Sachen klar.

Schnittholz nach Kundenliste zu produzieren ist ein schwieriges Unterfangen. Was man auf Lager hat ist meist in der falschen Dimension oder Länge. Der Baufortschritt drängt und frisch geschnittenes Holz kann nicht zur rechten Zeit auf die gewünschte Holzfeuchte getrocknet werden. Es werden Halb- oder Viertelhölzer verlangt und es ist kein entsprechend groß dimensioniertes Rundholz kurzfristig verfügbar. Die technische Trocknung mittels einer Trockenkammer scheint die Lösung für einige dieser Probleme zu sein, aber nur auf den ersten Blick. Durch die schnelle Trocknung entstehen zwangsweise starke Risse im Holz, Drehwuchs wirkt sich stärker aus als bei der natürlichen Trocknung und vor allem der hohe Energieeinsatz steht im großem Gegensatz zum CO 2 neutralen Baustoff Holz. Es mangelt, wie so oft heutzutage, an Zeit.

Warum also nicht aus dem vermeintlichem Problem eine Tugend machen?

Die meisten Leute, die mit Schnittholzanfragen zu uns kommen, tragen den Plan für Ihr aktuelles Projekt schon länger mit sich herum. Der Carport für Auto oder Wohnmobil, der neue Brennholzschuppen, die Reparatur der Scheune, usw. Warum also nicht noch ein wenig länger warten oder Schnittholz frühzeitig vorbestellen? Warum nicht gutes Rundholz, fachkundig geschnitten und natürlich getrocknet für das eigene Projekt verwenden?

Für uns bedeutet es ein Stück Planungssicherheit. Wir wissen wieviel und vor allem welches Rundholz in etwa über das Jahr für den Einschnitt benötigt wird und können dieses Holz zum bestmöglichen Zeitpunkt einschlagen, im frühen Winter. Mondholz gewünscht? Wenn wir das vorher wissen, kein Problem.

Das ist der große Vorteil der sich uns bietet. Ein anderer Vorteil ist die Länge von vorbestellten Hölzern. Bisher waren, und sind es noch, auf unserem Rundholzplatz immer Standardlängen vorrätig. 4, 5 und 6 m. 3 Meter gewünscht, dann halbieren wir einen 6m Abschnitt, bei 2 oder 2,5 m ebenso. Ebenso häufig aber werden 3,7 m , 4,8 m oder sonstige Längen gewünscht, immer bleibt was übrig. Das war übrig bleibt bezahlt der Kunde mit, obwohl er es nicht braucht. Wissen wir das, bevor das Holz durch uns eingeschlagen wird, können gleich die passenden Längen durch uns ausgehalten werden. Weniger Verschnitt und weniger Kosten für den Kunde.

Holz für unseren Einschnitt schlagen wir von November bis Ende Februar ein. Wenn der Baum nicht im Saft steht, das sogenannte Winterholz. Um den Bedarf zu planen, speziell für besondere Längen, ist die Vorbestellung „Schnittholz – traditionell“ bis Mitte Januar nötig, dann ist sichergestellt das sie genau das bekommen was sie brauchen.

Wenn unser Schnittholz für unseren Jahreseinschnitt aufgebraucht ist, können wir manche Anfragen nicht mehr bearbeiten. Natürlich ist es möglich Sommerholz einzuschneiden, aber damit haben wir keine Freude und der Kunde eigentlich auch nicht. Wer will schon nasses Holz einbauen?